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Das Interview

Wie knacke ich mein Gegenüber?

Vertrauen schaffen
Egal, ob der Interviewpartner während des Gesprächs direkt gegenüber sitzt oder am anderen Ende der Telefonleitung, wichtig ist es, direkt zu Beginn eine Vertrauensbasis aufzubauen – am besten vor der eigentlichen Aufzeichnung des Gesprächs. Das klappt zum Beispiel, indem man zunächst über belanglose Dinge plaudert wie das Wetter, die Aussicht, die der jeweils andere genießt oder auch mit einer ganz unkonventionellen Frage: „Was haben Sie heute zum Frühstück gegessen?“. Das lockert auf, nimmt die Anspannung raus und schafft eine gute Gesprächsatmosphäre.

Absprechen ist alles
Wichtig ist es, vor einem Interview das Gesprächsthema abzusprechen. Manche Gesprächspartner möchten sogar alle Fragen vorab wissen, um sich darauf vorbereiten zu können. Hier empfiehlt es sich, ein paar allgemeine Fragen zu schicken, damit der Gesprächspartner erstens nicht seine Antworten schriftlich vorbereitet und im schlimmsten Fall abliest und zweitens, weil sich spontane Antworten wesentlich besser anhören und die Zuhörer in den Bann ziehen als vorbereitete.

Hilfreich ist vorab ebenfalls ein kurzer Hinweis auf die Zeit, die für das Interview zur Verfügung steht. Dann gibt es keine unschönen Überraschungen während des Gesprächs, weil sich der Interviewpartner plötzlich zu einem Termin aufmachen muss. Außerdem hat dieser dann eine Vorstellung davon, wie ausführlich er auf die unterschiedlichen Fragen eingehen kann und der Interviewer weiß wiederum, wie viele Fragen er überhaupt stellen kann.

Aus der Reserve locken
Die erste Frage muss sitzen. Sie sollte den Interviewpartner aus der Reserve locken und ihn reizen. Das gelingt zum Beispiel, indem der Befragte mit einem Statement oder einer These konfrontiert und gefragt wird: überrascht Sie das? Wie stehen Sie dazu? Dann muss der Interviewpartner Farbe bekennen, seine persönliche Meinung äußern und man ist mitten drin im Thema.

Der rote Faden
Der Interviewer hält während des Gesprächs die Fäden in der Hand und er steuert den Gesprächsverlauf. Dazu sollte er sich vorher überlegen, welches Ziel sein Interview haben soll, welche Fragen im Fokus stehen und welche Geschichten er aus seinem Gegenüber herauskitzeln will. Einen roten Faden zu notieren oder einen Gesprächsverlauf im Kopf zu haben, ist dabei zielführend. Wenn der Interviewpartner zwischendurch von dem geplanten Gesprächs-Weg abweicht, ist es am Interviewer, ihn wieder einzufangen. Ihn übrigens höflich mit Floskeln zu unterbrechen wie, „entschuldigen Sie bitte“ und die nächste Frage zu stellen oder die Frage zu vertiefen, ist in keinster Weise unfreundlich, sondern gehört zum guten Ton. Es tut der Qualität des Gesprächs keinen Abbruch, ganz im Gegenteil. Der Interviewpartner kommt dadurch möglicherweise besser auf den Punkt, das Gespräch artet nicht in einen Monolog aus und vor allen Dingen: der Zuhörer bleibt dran und ist gespannt, wie es weiter geht.

Eine gute Vorbereitung ist alles
Ein gutes Gespräch geht dann in die Tiefe und lässt eine gute Gesprächsatmosphäre entstehen, je besser der Interviewer vorbereitet ist. Einerseits über das Thema des Gesprächs, einerseits über den Gesprächspartner. Wenn dieser mit eigenen Zitaten konfrontiert wird, mit Einschätzungen anderer über ihn und merkt, dass sich sein Gegenüber in das Thema eingelesen hat, dann entsteht ein Tiefgang, der Neues zu Tage fördert, und es entwickelt sich ein angenehmes Gesprächsklima. Eine Unterhaltung auf Augenhöhe kommt in Gang, durch die der Interviewte möglicherweise mehr preisgibt als erwartet.

Damit das Interview schließlich rund wird, ist die letzte Frage genauso wichtig wie die erste Frage. Eine kurze knackige Frage zum Abschluss mit der Bitte um eine kurze Antwort, wertet das Gespräch auf und verleiht ihm am Ende eine ganz eigene Dynamik.

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Anja Fähnle

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