Das umfangreiche Feld der

Bildbearbeitung

Schon Leonardo da Vinci wusste es: „Der Mensch, das Augenwesen, braucht das Bild.“ Vor allem im Verkaufssektor muss eine Produktabbildung im Sekundenbruchteil Interesse wecken und den potentiellen Kunden ansprechen. Das gilt für den Printbereich genauso, wie für die Entwicklung von Internetpräsenzen oder den Aufbau von Shopsystemen. Die Qualität der Bilder und vor allem der Produktfotos ist regelrecht kriegsentscheidend für Kauf oder Nicht-Kauf. Beim Durchblättern der Prospekte oder beim Besuch der Website soll das Kaufinteresse geweckt werden – das „haben-wollen-Gefühl“ muss sich einstellen. Das hängt zum Großteil davon ab, wie das Produkt dargestellt wird.

Bildbearbeitung ist eine Kunst! Es ist ein Gefühl von Bildwirkung und damit ist nicht nur der goldene Schnitt gemeint. Es beginnt mit den Kontrasten im Bild, die klare Kanten und Strukturen besitzen sollten. Schatten müssen wirken, dürfen aber nicht zu kräftig sein. Auch Farbe und Sättigung müssen passend eingestellt werden, damit sie auch am Konsumenten-Bildschirm richtig auftreten. Beim Weißabgleich werden keine roten Augen verbessert, sondern ein möglicher Gelbstich im Bild korrigiert. Dann sind da noch die „kleinen“ Bildbearbeitungen – ein Fingerabdruck auf dem Glastisch, ein Faden am Stoffbezug des Sofas oder eine kleine Schramme an der Schranktür.

Klassische Produktbilder sind oft auf einem klassischen weißen Hintergrund abgebildet und müssen dafür in der Regel freigestellt werden. Hier kann zwischen verschiedenen „Schatten-Variationen“ gewählt werden. Wenn gar kein Schatten gezeigt wird, „schwebt“ das Objekt auf der Fläche. Der sogenannte Liegeschatten ergibt sich bereits beim Fotografieren und wird nur zurechtgeschnitten, wenn er zu weit läuft. Alternativ können Schatten auch später hinzugefügt werden. Gerade im Möbelhandel bietet es sich hingegen an, die Produkte durch eine geschickt gewählte Kulisse gezielt in Szene zu setzen. Die moderne Sofalandschaft wirkt in einer passenden Umgebung, mit persönlich wirkenden Accessoires einer fiktiven Familie, einladend und sehr wohnlich. Mit freigestellten Produktbildern wäre dieser Eindruck hingegen kaum zu vermitteln. In einem Online-Shop lassen sich beide Bildwelten auch gut kombinieren: Im ansprechenden Umfeld sorgt der Esstisch für Aufmerksamkeit und die professionell freigestellten Detailbilder erklären dem Käufer das Produkt näher.

Nicht zuletzt müssen auch die Bildauflösung und -größe angepasst werden. Besonders für Bilder, die auf einer Website eingesetzt werden, ist das wichtig. Die Ladezeiten der Seite sind für die Verweildauer der Besucher ein entscheidender Faktor. Dafür sollten die integrierten Bilder eine so geringe Datenlast wie möglich mitbringen, ohne dabei an Qualität einzubüßen. Außerdem muss heute jede Website auch mobil funktionieren und das gilt genauso für die enthaltenen Bilder. Oft ist es notwendig verschiedene Formate für die Nutzung am Bildschirm, Smartphone oder Tablet vorzubereiten.